GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 11.12.2016
                    © Erich Arndt
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Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern ALBANIEN
Auf dem Höchsten von Albanien und Mazedonien
Geografie: Der   Maja   e   Korabit    bzw.   Golem   Korab   ist   der   höchste   Gipfel   des   Korab-Gebirges. Er   liegt   auf   der   Grenze   der   Länder Albanien   und   Mazedonien.   Die   Korab-Spitze   ist der   gemeinsame   Landeshöhepunkt   der   beiden   Länder.   Der   Korab   ist   stark   zerklüftet und   besteht   vor   allem   aus   Schiefer   und   Kalk   des   Paläozoikums   mit   verschuppter und     blockartiger     Struktur.     Das     Wort     Korab      stammt     ursprünglich     aus     dem Slawischen und kommt von einem vorchristlichen Gott des Meeres.   Unsere Aufstiegsroute: Vom   mazedonischen   Dorf   Mavrovo   (Маврово)   aus   führt   die   etwa   28 km   lange Anfahrt   zum   Berg   über   die   Station   Strezimir   (1.250   m),   einer   Grenzpolizeistation, bis   zum   Lager   Pobeda   (1.450   m).   Dort   beginnt   der   etwa   8 km   lange   Aufstieg.   Der Pfad   führt   über   Grasflanken,   Altschneefelder   und   leichtem   Geröll.   Er   ist   zum   Teil ausgetreten und markiert. Bis zum Gipfel sind 1.314 Höhenmeter zu bewältigen. Unsere Abstiegsroute: Wie Aufstieg. Anstrengung: Lange Bergwanderung auf durchgehenden Pfad (T2). Ausrüstung: Trittsichere Schuhe, Wetterschutzkleidung erforderlich. Gefahren: Wetterumsturz möglich. Hirtenhunde! Bemerkungen: Die   Höhe   des   Hauptgipfels   ist   nicht   ganz   geklärt.   Während   albanische   Quellen 2.754 m angeben, gilt auf mazedonischer Seite eine Höhe von 2.764 m.
Im Reisetagebuch geblättert (Dienstag, 24.06.2014)                                                                                                         Grenzüberschreitung von Mazedonien nach Albanien ohne Passkontrolle
Ein   kläffender   Hund   ersetzt   den   Wecker.   Frühzeitig   geht   es   im   Hotel Alpina “   aus   den   Betten.   Um   6:30   Uhr   sind   Brigitte,   Danny   und   ich startklar,   haben   die   Rechnung   für   die   Übernachtung   bezahlt   und   ein Lunchpaket     empfangen.     Die     Häuser     vom     mazedonischen     Ort Mavrovo   und   der   Stausee   mit   der   überfluteten   Kirchenruine   sind   bald aus    dem    Blickfeld    verschwunden.    An    vereinbarter    Stelle    taucht Bergführer   Fejsel   Idrizi   auf.   Er   steigt   ins   Auto,   dann   geht   die   Fahrt abseits    der    glatten    Bitumenstraße    in    einem    Seitental    weiter.    Die Schotterpiste   führt   kurvenreich   13 km   stetig   bergauf.   Dank   Fejsel passieren   wir,   nach   einem   kurzen   Gespräch   mit   einem   Uniformierten,     problemlos    die    Polizeistation    Strezimir.    Es    folgen    weitere    6    km Pistenfahrt,   bis   ein   Plateau   in   1.450   m   Höhe   erreicht   ist.   Der   Ort,   auf dem   ein   Haus   steht,   trägt   den   ruhmreichen   Namen   Lager   Pobeda,   was soviel   wie   Sieg   bedeutet. Vom   Gipfelsieg   ist   aber   unsere Truppe   noch weit   entfernt.   Gegen   7:45   Uhr   beginnt   der Aufstieg   zum   Grenzgipfel. Etwa   1.300   Höhenmeter,   verteilt   auf   eine   Länge   von   etwa   9 km,   sind zu    bewältigen.    Drei    Hunde,    die    auf    dem    Plateau    herumlungern,
hängen    sich    an    unsere    Fersen.    Nach    einer    Aufstiegsstunde    ist    die Baumgrenze      erreicht.      Der      Pfad      führt      nun      über      blumenreiche Gebirgswiesen,   Steinplatten,   Geröll   und Altschneefelder.   Um   11:30   Uhr   ist es   geschafft.   Der   gemeinsame   Gipfel   von   Mazedonien   und   Albanien,   der Golem    Korab    bzw.    Maja    e    Korabit    (2.764    m)    ist    erklommen.    Der Gipfelstein   wird   umkreist   und   somit   die   Grenze   zwischen   Mazedonien   und Albanien    ohne    Passkontrolle    überschritten    –    was    für    ein    Ereignis    in Südosteuropa! Die   Rast   von   Menschen   und   Hunden   dauert   eine   Stunde,   dabei   gehen   die Vierbeiner   nicht   leer   aus.   Sie   werden   mit   Brot   und Wurst   für   ihre Ausdauer belohnt.   Die   Abstiegszeit   verkürzt   sich   um   mehr   als   eine   Stunde,   denn talwärts    geht    es    bekanntlich    schneller.    Wie    gekommen    ruckeln    die Bergsteiger    mit    dem   Auto    über    die    Piste    bergab.    Fejsel    wird    für    den Führerdienst    entlohnt,    wir    trinken    noch    gemeinsam    Kaffee    in    einer Taverne,   bevor   die   Reise   weitergeht.   An   der   Grenze   werden   die   letzten Denar   für   Benzin   und   Cola   ausgegeben,   denn   in   Albanien   wird   mit   Lek bezahlt.
Maja e Korabit / Golem Korab 2.764 m
Blick auf den Maja e Korabit Unsere Aufstiegsroute Hier geht's durch den Schnee von gestern Unsere treuen Begleiter laufen voraus Rast mit Bello Der Bergt kommt näher Purzel ist schon oben Gipfelfreude von Mensch und Tier Ruhepause bevor es retour geht Bergstillleben mit Hund Gipfelblick vom Maja e Korabit Von nun an geht's bergab Ins Tal geht's immer den Pfad lang Bayerischer Enzian im Korab-Gebirge Zurück im Lager Pobeda
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