GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 27.12.2016
                    © Erich Arndt
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Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern KASACHSTAN
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       Gora Itschka  259 m
Geografie: Die   Gora   Itschka   liegt   in   Kasachstan   westlich   des   Ural-Flusses   in   den Ausläufern des    Obschtschi    Syrt    (Общий    сырт).    Der    Obschtschi    Syrt    ist    ein    niedriger Höhenzug im Osten des europäischen Teils von Russlands und Kasachstans. Anfahrt: Von   Oral   (Орал,   russisch   Uralsk;   Уральск)   kommend   mit   dem Auto   etwa   80   km auf   der A   29   in   Richtung Taskala   ( Тасқала)    fahren.   Dann   weiter   etwa   10   km   über eine   Piste   zum   Dorf   Schieger   (Жигер).   Von   dort   durch   die   Steppe   zum   Gora Itschka Vermessungspunkt. Rückfahrt: Wie Anfahrt. Anstrengung: --- Ausrüstung: --- Gefahren: --- Die   höchste   natürliche   Erhebung   des   Landes   außerhalb   Europas   befindet sich   im   asiatischen   Teil   Kasachstans.   Im   Tian   Shan   Gebirge   erhebt   sich   der   7.010 m hohe Khan Tengri.
Im Reisetagebuch geblättert (Sonnabend, 13.08.2016)                                                                                             Bergfahrt im Grenzland zwischen Europa und Asien
Ausgeruht   geht’s   gegen   6:30   Uhr   im   Hotel   Puschkin “   in   Uralsk   aus den   Betten.    Pünktlich,   wie   verabredet,   steht   nach   dem   Frühstück   das georderte   Auto   mit   dem   Fahrer   Marat   vor   der   Tür.   Ich   hoffe,   das   der Toyota    Avensis    mit    mehrfach    gesprungener    Frontscheibe,    die    etwa 200 km    lange    Fahrt    durchhält.    Marat    spricht    weder    englisch    noch deutsch.   Radebrechend   geht   es   somit   auf   Russisch   mit   Hand   und   Fuß während   der   Reise   zu.   Etwa   20 km   fahren   wir   zügig   auf   guter   Straße, doch   dann   wird   es   abenteuerlich.   Durch   Straßenbau   gezwungen   folgt Marat   einer   welligen   mit   Schlaglöchern   gespickten   etwa   80 km   langen Piste,    die    parallel    zur    völlig    maroden    alten    Fahrbahn    durch    die Steppenlandschaft    führt.    Staubwolken    kündigen    entgegenkommende Fahrzeuge   an.   Nach   knapp   zwei   Fahrtstunden   ist   das   kleine   Städtchen Taskala   (Таскала)   erreicht.   Marat   erkundigt   sich   mit   meiner   Karte   und einem   Bild   des   Berges   nach   dem   Weg.   Über   eine   Piste   geht   es   etwa 10 km   weiter   bis   zur   Siedlung   Schieger   (Жигер).   Dort   enden   der   Weg und   auch   die   Stromleitung.   Wenige   Kilometer   weiter,   am   einsamsten Ort   der   Welt,   erhebt   sich   in   der   kasachischen   Steppe   ein   Hügel.   Die Einheimischen    nennen    ihn    Eshki-tay,    was    soviel    wie    Ziegenberg bedeutet.     Einer     Spur     folgend     kurvt     unser     Fahrer     durch     hohes Steppengras.   Brigitte   und   ich   wollen   zum   Gipfel   laufen,   aber   Marat   gibt nicht   auf,   bis   er   die   richtige   Furt   gefunden   hat.   Um   10:45   Uhr   ist   es geschafft,   der   höchste   Punkt   im   Grenzland   zwischen   Europa   und Asien, der   259 m   hohe   Gora   Itschka,   ist   erreicht.   Den   drei   Besuchern   ist   die Freude   an   diesem   so   einsamen   Ort   anzusehen. Auf   dem   Gipfel   steht   ein Vermessungsdreibein,   unweit   von   ihm   liegt   ein   Stein,   an   dem   eine   Tafel mit einem Text in kyrillischer Schrift angebracht ist.
Die Übersetzung lautet:  Wir,    die    Delegierten    der    II.    Versammlung    des    touristischen „Großen   Wegs   in   die   Zukunft“   wollen   den   jungen   Menschen zum   Jahre   2018   folgendes   Vermächtnis   hinterlassen:   Haltet ewig,    was    unsere    Vorfahren    bewahrt    haben,    das    Land    der endlosen   Alascha*!Zieht   eine   Menge   junger   Leute   heran,   die zur   Entwicklung   des   Landes   beitragen   werden.   Gewidmet   zum 75jährigen   Jubiläum   des   Landkreises   Taskala.   Das   Denkmal hat der Staatliche Jugendverband errichtet.27. Mai 2008. (*Die     Alascha     sind     einer     der     mächtigsten     und     ältesten kasachischen   Stämme).   Unsere   Blicke   gleiten   über   eine   weite Steppenlandschaft.   Am   Horizont   ziehen   sich   flache   Hügelzüge entlang,   vielleicht   liegen   die   schon   in   Russland,   denn   die   Grenze ist    nur    10 km    entfernt.    Da    wo    es    eine    Wasserquelle    gibt, gruppieren   sich   ein   paar   Büsche   um   das   Nass.   Die   Gräser   sind   zu dieser   Jahreszeit   jedoch   meistens   verdorrt,   von   Grün   ist   nicht   viel zu   sehen.   Der   Gipfelaufenthalt   dauert   eine   halbe   Stunde,   dann beginnt   die   Rückfahrt.   Marat   schont   sein   Auto   nicht   und   fährt zügig   über   die   Pisten   und   durch   die   Narben   der   Ersatzpiste.   Vor Uralsk   tappt   er   in   eine   Geschwindigkeitskontrolle   der   Polizei. Statt   der   vorgeschriebenen   50 km/h   ist   er   63 km/h   gefahren.   Das Ergebnis:    2.000   Tenge    (5,25    €)    Strafe.    Der    von    uns    bezahlte Ausflug     und     das     Trinkgeld     helfen     ihm     sicher     über     den finanziellen Verlust hinweg.
Blick auf  den Gora Itschka Auf dem höchsten Punkt im europäischen Teil Kasachstans Die Strecke ist etwa 100 km lang 20 km geht es auf guter Straße vorran …doch dann folgen 80 km Piste Der Ort Taskala ist erreicht Unser Fahrer Marat fragt nach dem Weg Im Außenbezirk von Taskala Hinterm Horizont geht’s weiter Schieger ist eine kleine Siedung in der Steppe Ein absoluter Kontrast zu Astana Zum Ziegenberg geht es da entlang Skeptische Blicke Ein Überlebenskünstler in der Steppe Das Dreibein markiert den höchsten Punkt Erinnerungstafel vom Stamm der Alascha Blick in die Steppe Mountain Hiker