GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 27.12.2016
                    © Erich Arndt
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Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern   SPANIEN
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            Mulhacén 3.482 m
Geografie: Der   Mulhacén    ist   mit   3.482   Metern   der   höchste   Berg   des   spanischen   Festlands   und der   Iberischen   Halbinsel   allgemein.   Er   liegt   in   der   Provinz   Granada   in   der   Sierra Nevada    in   der   Nähe   Granadas.   Weiterhin   ist   er   der   höchste   Berg   des   europäischen Kontinents außerhalb der Alpen und des Kaukasus.    Unsere Aufstiegsroute: Vom Gebirgsdorf Capileira mit dem Kleinbus bis Alto del Chorrillo (2.700 m). Bis zum Gipfel auf ausgezeichneter Strecke etwa 6 km. Abstiegsroute: Wie Aufstiegsroute Anstrengung: Mittelschwere Bergtour (T2) . Ausrüstung: Wanderausrüstung und Wetterschutzkleidung. Gefahren: --- Bemerkungen: Der   Name   des   Berges   leitet   sich   ab   von   einem   der   letzten   Könige   bzw.   Emire   des Königreichs   Granada, Abu   I-Hasan Ali   (spanisch   Muley   Hacén),   der   dort   gemäß   der Sage   auf   seinen   Wunsch   hin   bestattet   wurde.   Auf   den   Berg   führen   einige   Routen. Ausgangsorte sind hierfür die Bergdörfer Trevélez oder Capileira. Die   höchste   natürliche   Erhebung   des   Landes   außerhalb   Europas   befindet   sich auf   der   spanischen   Atlantikinsel   Teneriffa.   Der   Pico   del   Teide   ist   3.718   m   hoch. Siehe unter Button: Europas ferne Gipfelpfel.
Im Reisetagebuch geblättert (Montag, 14.09.2015)                                                                                               Die Besteigung des Mulhacén - drei glückliche Umstände und ein Malheur                                                                                                                                                                                                                                                                                                   
Die   erste   glückliche   Entscheidung   für   die   Besteigung   von   Spaniens höchstem      kontinentalem      Berg      war,      den      14. September      als Aufstiegstag   zu   wählen.   Die   Sonne   scheint,   es   gibt   wenig   Wind,   also bestes   Bergwetter.   Die   zweite   glückliche   Wahl   hatten   wir   mit   der Finca   Los   Llanos,   unserem   Quartier   in   Capileira,   getroffen.   Ein   dritter günstiger   Umstand   sei   erwähnt:   Der   Busservice   in   den   Nationalpark beginnt     jedes     Jahr     im     Juli     und     endet     Mitte     September.     Die Platzreservierung   hat   geklappt,   und   nun   geht   es   mit   einer   der   letzten Touren   hinauf   bis   auf   2.700 m. Am   Montagmorgen   gehen   Brigitte   und ich     mit     geschulterten     Rucksäcken     die     Dorfstraße     hinunter     zur Bushaltestelle.   Kurz   nach   9:00   Uhr   geht   es   los.   Capileira   ist   bald verlassen,   die   Bitumenstraße   geht   in   eine   Schotterpiste   über.   Der   Weg windet   sich   in   Serpentinen   in   die   Höhe.   Nach   11 km   ist   die   Grenze zum   Nationalpark   Sierra   Nevada,   am   Punkt   Hoya   del   Portillo   auf 2.150 m    Höhe    erreicht.    Der    Schlagbaum    hebt    sich,    der    Bus    darf weiterfahren.   Die Aussicht   wird   besser,   als   die   Baumgrenze   verlassen wird.   Nach   einer   Stunde   Fahrt   liegen   etwa   20 km   hinter   uns,   der   Bus bleibt   mitten   auf   der   Piste   stehen,   alle   Insassen   steigen   aus. Auf   einem Schild steht Alto del Chorrillo. Der     etwa     6 km     lange     Aufstieg     beginnt.     Es     gibt     hier     gut ausgeschilderte Wanderwege   nach   überall   –   aber   nicht   zum   Gipfel   des Mulhacén.   Trotzdem   ist   der   Weg   einfach   zu   finden.   Brigitte   und   ich gehen   die   Schotterstraße   einige   Hundert   Meter   weiter   und   folgen   dem einzigen   Pfad   zur   Rechten,   der   nach   oben   geht. Wenn   man   erst   einmal auf   diesem   Weg   ist,   gibt   es   keine   Zweifel   mehr,   ob   er   der   richtige   ist. Das   Wandern   und   Kraxeln   im   Gebirge   haben   etwas   Besonderes,   die
Menschen   sind   einander   näher   oder   ferner,   wie   man   will,   die Bedürfnisse   sind   geringer,   aber   dringender,   der   Mensch   ist   mehr auf   sich   gestellt,   seinen   Händen,   seinen   Füßen   muss   er   vertrauen. Der    schmale    Pfad    führt    nun    im    endlosen    Zickzack,    meist allmählich    ansteigend,    zwischendurch    auch    mal    etwas    steiler, über    zwei    Geländerücken,    die    einem    riesigen    Schutthaufen gleichkommen.     Nach     etwa     zwei     Aufstiegsstunden     ist     der Vermessungspunkt   Mulhacén   II   in   3.300 m   Höhe   erreicht.   Ich turne   über   die   Felsen   hinauf   zum   Betonpfahl   und   verliere   dabei, ganz   unbemerkt,   mein   Notizbuch.   Nach   2:45 Aufstiegsstunden   ist der   Gipfel   des   Mulhacén   in   3.482 m   Höhe   erreicht.   Meine   Frau bekommt    von    mir    einen    Gipfelkuss,    dann    klickt    die    Kamera. Obwohl   die   Sierra   Nevada   sinngemäß   schneebedecktes   Gebirge heißt,   sind   nach   dem   heißen   Sommer   2015   keine   Schneefelder weit   und   breit   zu   sehen.   Der   Gipfel   ist   recht   großflächig,   man kann    nicht    wirklich    von    einem    richtigen    Berggipfel    sprechen, eher   von   einem   kleinen   Plateau,   von   dem   es   an   diesem   schönen Herbsttag   eine   sehr   schöne   Fernsicht   gibt.   Benannt   wurde   der Berg    nach    Muley    Hacén,    den    vorletzten    Nasriden-König    von Granada,   der   hier,   wie   mein   Notizbuch,   begraben   liegt.   Unterhalb des   Gipfels   befindet   sich   eine   Statue   der   Virgen   de   las   Nieves, der   Heiligen   Jungfrau   vom   Schnee.   Um   eventuell   doch   noch   das Büchlein    zu    finden,    geht    es    wie    gekommen    zur    Busstation zurück.   Während   des   Abstiegs   kommen   mir   noch   zwei   Iberische Steinböcke vor die Fotolinse.
  Blick auf den Muilhacén Am 14. September sind wir die höchsten Spanier im Land In Capileira wird Quartier bezogen Ab Alto del Chorrillo (2.700 m) beginnt die Wanderung zum Gipfel Der Weg ist nicht zu verfehlen Die Hügel der Sierra Nevada zeigen sich mit zunehmender Höhe Der Mulhacé II (3.300 m) kommt in Sicht Am Vermessungspfeiler des Mulhacén II Unser Ziel liegt da oben Auf dem Thron von Spanien Ein iberischer Steinbock kommt mir vor die Linse
Informationszentrum  für Busanmeldung: Capileira               Tel: + 34 958 76 30 90  Hoya de la Mora   Tel: + 34 671 564 407   Tel: + 34 671 56 44 07  Öffnungszeiten: Frühling - Herbst nur Montag bis Samstag: 8.00 bis 14.00 und 17.00 bis 20.00 Uhr; 
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