GIPFELBLICKE AUF EUROPA
Letzte Aktualisierung: 27.12.2016
                    © Erich Arndt
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Die höchsten natürlichen Erhebungen in den europäischen Ländern TÜRKEI (europäischer Teil)
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          Mahya Dagi 1.031 m
Geografie: Mahya   Dağı       (bulgarisch   (Голяма)   Махиада    -   Goljama)   Machiada )   ist   ein   Berg   im Strandschagebirge  (Yıldızgebirge) in der Türkei.                      Unsere Aufstiegsroute: Zum   Gipfelareal   kann   man   mit   dem   Auto   fahren.   Hinter   der   türkischen   Ortschaft Yenice   geht   es   über   einen   mit   Kunststeinen   gepflasterten   Weg   ständig   bergauf.   Die Auffahrt endet am Sperrzaun des Militärgebietes.  Unsere Abstiegsroute: Wie Aufstiegsroute.  Anstrengung: --- Ausrüstung: --- Gefahren: Halt an der Grenze zum militärischen Sperrgebiet! Bemerkungen: Mahya   Dağı   ist   mit   1.031m   Höhe   der   höchste   Berg   des   europäischen   Teils   der Türkei.   Leider   kann   der   Gipfel   nicht   besucht   werden,   da   er   sich   im   militärischen Sperrgebiet   befindet.   Das   Fotografieren   der   militärischen   Anlagen   ist   verboten, wenn   man   es   trotzdem   tut,   sollte   man   sich   nicht   erwischen   lassen,   denn   mit   dem türkischen Militär ist nicht zu spaßen.  Die   höchste   natürliche   Erhebung   des   Landes   außerhalb   Europas   befindet   sich im    asiatischen    Teil    des    Landes.    Der    Vulkan    Ararat    ist    5.137    m    hoch.    Siehe Besondere Gipfelblicke.
Im Reisetagebuch geblättert (Montag, 18.05.2015)                                                                                             Bergfahrt zum höchsten Gipfel im europäischen Teil der Türkei                                                                                                                                                                                                                                                                                                   
Über   der   Schwarzmeerküste   am   Goldstrand   in   Bulgarien   liegt   Nebel. Es   geht   früh   aus   den   Betten,   denn   das   ferne   Ziel   des   Tages   liegt   in der   Türkei.   Die   höchste   natürliche   Erhebung   im   europäischen   Teil des     Landes,     der     Mahya     Dagi,     ein     1.031 m     hoher     Berg     im Strandschagebirge,   soll   besucht   werden.   Aus   der   Küche   des   Hotels Pliska   wird   ein   Lunchpaket   entgegengenommen,   Brigitte   und   ich trinken   einen   Kaffee,   essen   eine   Schnitte   und   starten   gegen   6:45   Uhr zur   großen   Fahrt.   Nach   einigen   Kurven   im   Hotelkomplex   ist   die Ausfahrt     in     Richtung     Warna     gefunden.     Bald     ist     Bulgariens drittgrößte   Stadt   durchquert,   dann   geht   es   in   Richtung   Burgas   und weiter     über     die     E     87     zum     Grenzort     Malko     Tarnowo.     Die Geschwindigkeit    ist    auf    90 km/h    gegrenzt.    Da    der    Verkehr    sehr gering   ist,   kommen   die   Sachsen   gut   voran.   Gegen   10:15   Uhr,   nach 235 km,   ist   die   bulgarisch-türkische   Grenze   erreicht.   Die   Bulgaren fertigen    uns    zügig    ab,    die    türkische    Bürokratie    ist    zeitraubender. Fünf   Menschen,   deren   Hauptarbeitsgerät   Stempel   und   Kopiergerät sind,    beschäftigen    sich    mit    uns.    Nach    einer    halben    Stunde    sind Arndts   durch. Im   ersten   türkischen   Ort,   Dereköy   (Dorf   am   Bach),   ist   sichtbar   der Islam   zu   Hause.   Das   Minarett   einer   Moschee   ragt,   umgeben   von ärmlichen   Hütten,   in   den   Himmel.   Wir   kurven   weiter   etwa   50 km übers    Land.    Die    vielfach    geflickte    Bitumenstraße    geht    in    eine Schotterpiste   über.   Hinter   dem   Seat   weht   eine   mächtige   Staubwolke. In    den    weiteren    sechs    Dörfern,    die    durchquert    werden,    ragen ebenfalls   Minarette   wie   Bleistifte   in   den   Himmel.   Vor   dem   Dorf Yenice   ist   der   Berg   Mahya   Dagi   zu   sehen.   Auf   seinem   Gipfel   thront ein   überdimensionaler   Tennisball,   eine   Radomhülle,   unter   der   sich eine   Radaranlage   befindet.   Das   Dorf   wird   durchfahren,   dann   geht   es
scharf   links   auf   einer   Seitenstraße,   die   mit   Kunststeinen   gepflastert ist,    den    Berg    hinauf.    Bevor    das    Gipfelabenteuer    beginnt,    wird gerastet.   Ich   rette   einer   stattlichen   Landschildkröte   das   Leben,   die dabei   ist,   die   Straße   zu   überqueren.   Nach   der   Weiterfahrt,   etwas unterhalb   des   Gipfelareals,   steht   am   Straßenrand   ein   Warnschild. Die Aufschrift in vier Sprachen lautet: MILITÄRISCHE SICHERHEITSZONE EINTRITT VERBOTEN. Ich   fahre   weiter,   umkurve   in   einer   Schleife   den   Gipfel   und   stoppe etwa   150 m   vor   der   Umzäunung   der   Radarstation.   Ein   Stoppschild DUR    =    Halt    ist    auszumachen.    Innerhalb    des    Zaunes    laufen plötzlich   Soldaten   aufgeregt   umher.   Sie   haben   die   Eindringlinge ausgemacht.   Das   sieht   nicht   gut   aus.   Brigitte   und   ich   verlassen   das Auto,   um   Fotos   zu   machen.   Schon   klingt   eine   drohende   Stimme: NO   FOTO,   NO   FOTO!   Mit   dem   Militär   in   der   Türkei   ist   nicht   zu spaßen,   deshalb   drücken   wir   schnell   auf   den   Auslöser   und   treten den    Rückzug    an.    Die    Bergfahrt    zum    Mahya    Dagi    wird    als besondere   Geschichte   in   unser   Projekt   Gipfelblicke   auf   Europa eingehen.   Nach   305 km   Anfahrt   geht   es   zurück   nach   Bulgarien. Am    Bergfuß    steht    ein    versiegter    Brunnen.    Einem    verwitterten Schild mit türkischer Aufschrift ist zu entnehmen:  Heilwasser "Was du mit deiner Hand gibst, wird dir einst selbst vergolten. Aus Nächstenliebe von Hadschi Mehmet, Hadschi Zeynep und Erkan Demirol 1994 gestiftet. Fatiha" Für   die   Rückfahrt   in   der Türkei   wählen   Brigitte   und   ich   eine   etwas längere   Strecke   jedoch   mit   besserer   Straße.   Gegen   14:00   Uhr   ist die   Grenze   erreicht,   das   Prozedere   läuft   wie   gehabt   ab,   dann   heißt es Güle Güle.
  Blick auf den Mahya Dagi vom Dorf Yenice aus Riskante Gipfelnähe Anfahrt zum Berg Mahya Dagi von Bulgarien aus Das Storchnest gehört hier zu jedem Dorf Kein ungewöhnliches Bild auf dem Land Achtung im Straßenverkehr Kein Dorf ohne Moschee Hier müsste (eigentlich) die Bergfahrt enden Die Militärische Sicherheitszone beginnt Und noch ein Stop-Schild Ein Bewohner in der Sicherheitszone Ein "Gipfelfoto" muss sein Blick vom Mahya Dagi Mountain Hiker